Zufriedenen Patient und Ärztin im Gespräch
Zufriedenen Patient und Ärztin im Gespräch
© Alexander Raths / fotolia.com
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Innere Medizin I

Leistungen 

Neben der internistischen Akutversorgung ist die Abteilung Innere Medizin I Schwerpunktabteilung für Gastroenterologie, Hepatologie, Hämatologie/Onkologie, Stoffwechselerkrankungen und Palliativmedizin.

Patienten mit dem gesamten Spektrum von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse, der blutbildenden Organe und des Körperstoffwechsels werden hier untersucht und behandelt.

Jede gezielte Therapie erfordert eine exakte Diagnostik. Daher bietet die Endoskopie- und Funktionsabteilung eine gerätetechnische Ausstattung auf höchsten Niveau.

Endoskopie

In der Endoskopie werden mit modernster digitaler Videotechnik Spiegelungen der Speiseröhre, des Magens und Zwölffingerdarms, der erreichbaren Dünndarmabschnitte und des Dickdarms durchgeführt. Durch die hoch auflösende Optik der aktuellen Gerätegeneration gelingt es mit dem zusätzlichen Aufsprühen von Farben oder digitalen Einfärbungen, kleine Frühformen von Gewebeentartungen darzustellen. Mittels der sog. ERCP erreichen wir die Bauchspeicheldrüsengänge und die Gallenwege innerhalb und außerhalb der Leber. Verbunden mit einer neuen digitalen Röntgendurchleuchtung können wir diese mit einer deutlich reduzierten Strahlenbelastung darstellen.

Die moderne Endoskopie dient jedoch nicht nur der Erkennung von Krankheiten, sondern ermöglicht zunehmend deren spezifische Behandlung. So werden bedrohliche Blutungsquellen im Magen-Darm-Trakt mit Metallklammern „geclipt“, mit kleinen "Bärenklauen" (OTSC) verschlossen, mit Argongas verödet oder mit blutstillenden Medikamenten und Gewebeklebern unterspitzt. Gefäßmissbildungen werden verschorft, Krampfadern der Speiseröhre und Hämorrhoiden mit Gummiringen abgebunden. Selbst größere Polypen oder kleinere Frühformen von Krebserkrankungen werden zur Vermeidung operativer Eingriffe ausgeschnitten und entfernt. Gallengangsteine können mit Spezialinstrumenten zerkleinert und geborgen, gutartige Engstellen aller Verdauungsorgane mit Stäben oder Ballons erweitert werden. Bei bösartigen Erkrankungen werden Plastikprothesen oder Drahtgeflechtrohre (sog. Stents) als Platzhalter zum Erhalt der Passage in Speiseröhre, Gallenwege, Bauchspeicheldrüsengang und Dickdarm implantiert.

Kapsel

Um Einblick in nicht mit Spiegelgeräten erreichbare Darmregionen (bes. bei unklaren Blutungen und Darmentzündungen) zu bekommen, steht seit 2003 stets die modernste „Kapsel“ zur Verfügung. Hier leitet eine bonbongroße Minikamera während ihrer Wanderung durch den Magen-Darm-Trakt ca. 60.000 Bilder drahtlos an einen Aufnahmerekorder, den der Patient mit einem Akkuaggregat an einem Bauchgurt trägt.

Bei Sodbrennen...

Im Rahmen der Funktionsuntersuchung können feine, durch die Nase eingeführte Sonden den Säuregehalt (pH-Metrie) und die Muskelfunktion (Highflow Manometrie) im oberen Verdauungstrakt messen. Besonders bei der Speiseröhrenentzündung durch Rückfluss von Magensäure, bei der Volkskrankheit „Sodbrennen“, unklarer Heiserkeit, Schluckstörungen und wiederholten Bronchialinfekten ergeben sich wichtige Erkenntnisse.

Ultraschall

Der Ultraschalldiagnostik als nebenwirkungsfreie und beliebig wiederholbare Methode kommt in der Inneren Medizin eine große Bedeutung zu. Neben vielen Erkrankungen des Bauchraumes, der Lymphknotenstationen und der Schilddrüse lassen sich durch die Farbduplexsonographie die Durchblutung von Organen und die Strömungsverhältnisse in Arterien und Venen aller Körperregionen exakt beurteilen. Unter Ultraschallkontrolle werden gezielt Proben aus den Organen oder Lymphknoten entnommen oder Flüssigkeiten aus den Körperhöhlen gewonnen. Seit 2013 wird die kontrastverstärkte Sonographie mit Mikrobläschen durchgeführt. Hierdurch kann bei Herdbefunden besser zwischen "gut und böse" differenziert und die Vitalität von Gewebe geprüft werden.

Endosonographie

Eine besondere Methode bietet die Kombination von Endoskopie und Ultraschall – die Endosonographie. Vergleichbar mit großen Zentrumskrankenhäusern stehen der Abteilung Innere Medizin I sowohl spezielle Instrumente für den oberen Verdauungstrakt und den Dickdarm als auch zur Punktion und Therapie zur Verfügung. Mit diesen Geräten – einer Kombination von Videoendoskopen und miniaturisierten Ultraschallköpfen – nähern wir uns über die Zugänge des Magen-Darm-Traktes den Organstrukturen im Millimeterbereich vor Ort. Durch die optimale Bildauflösung können wir einerseits das Stadium einer Tumorerkrankung exakter für eine optimale Therapieplanung festlegen, andererseits an schwierig zugängliche Stellen mit langen dünnen Nadeln gezielte Gewebeproben gewinnen.

Hepatologie

Tumor-, Infektions-, Autoimmun- und Systemerkrankungen stellen eine besondere Herausforderung an die fachübergreifende Zusammenarbeit. Gerade durch die enge Kooperation mit der hauseigenen Pathologie-Abteilung und Labormedizin sind die Wege kurz und effizient. Besonders profitiert ein neuer Schwerpunkt der Abteilung – die Hepatologie. Sie beinhaltet die Erkennung, Unterscheidung und Behandlung von unklaren, seltenen und fortgeschrittenen Lebererkrankungen. In enger Zusammenarbeit mit nationalen Zentren stehen unseren Patienten stets die aktuellen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

Als Ergänzung zur umfangreichen Diagnostik von Blut- und Lymphdrüsenerkrankungen und soliden Tumoren des Bauchraumes stehen den Patienten am DRK Krankenhaus angegliederte Schwerpunktpraxen für Strahlentherapie und Hämato-Onkologie in kurzen Wegen zur Verfügung. 

Diabetologischer Schwerpunkt

Die Abteilung Innere Medizin I ist im Landeskrankenhausplan als diabetologischer Schwerpunkt ausgewiesen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat sie als Schulungs- und Behandlungseinrichtung für Typ 2 Diabetiker anerkannt. Akute und chronisch entgleiste Stoffwechselsituationen werden nach den neuesten Richtlinien eingestellt. Die Patienten und ihre Angehörigen erfahren durch ein kompetentes Team von ärztlichen Diabetologen und nach nationalen Richtlinien ausgebildete Diabetesberaterinnen eine strukturierte Schulung. Ein hoher Informationsgrad bezüglich der Stoffwechselerkrankung und der Ernährung sowie ein eigenverantwortlicher Umgang mit Hilfsmitteln und Therapeutika ermöglichen dem Diabetiker, einen normalen Alltag zu erleben und Folgeerkrankungen, wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenfunktionsschwäche, zu vermeiden.


Die optimale Behandlung von Gefäßerkrankungen verlangt das Spezialwissen mehrerer medizinischer Fachrichtungen, wie Gefäßchirurgie, Kardiologie, Diabetologie und Radiologie.

Im DRK Krankenhaus Neuwied bündeln wir dies in unserem Gefäßzentrum.

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