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Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege

Details

Ein Berufsbild im Wandel

Die veränderten Strukturen des Gesundheits- und Sozialwesens nehmen starken Einfluss auf die Berufsausbildung. Vielfältige Versorgungs- und Betreuungsangebote erfordern Pflegepersonal mit hoher beruflicher Qualifikation. Für die beruflich Pflegenden bedeutet dies insbesondere, dass immer mehr ältere und sehr alte Menschen mit unterschiedlichem Hilfe- und Pflegebedarf zu betreuen und zu versorgen sind. Ebenso gilt es, die Prämisse „ambulant vor stationär“ zum Wohle der betroffenen Menschen umzusetzen. Über Jahrzehnte orientierte sich die Krankenpflegeausbildung traditionell an der medizinischen Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen. Mit der Bezeichnung „Gesundheits- und Krankenpflege“ erfährt das Berufsbild einen grundlegenden Wandel. Ein wichtiger Schwerpunkt der Ausbildung liegt in der Prävention. Kranke und pflegebedürftige Menschen und deren Bezugspersonen benötigen Informationen, Beratung sowie Unterstützung und Begleitung bei der Bewältigung unterschiedlichster Lebenssituationen. Gesundheitsförderung sowie Aktivierung von Selbstpflegepotentialen und Förderung individueller und familiärer Ressourcen stehen zunehmend im Mittelpunkt pflegerischer Tätigkeit. Darauf sind die seit 01.01.2004 geltenden gesetzlichen Vorgaben für die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege gerichtet.

Zulassungsvoraussetzungen

Folgende Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung müssen erfüllt sein:

  1. gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs sowie
  2. befriedigender Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung
    alternativ
    guter Hauptschulabschluss oder gleichwertige Schulbildung, sofern der Bewerber eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine Krankenpflegehilfeausbildung erfolgreich abgeschlossen hat

Theoretische Ausbildung

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler aus den DRK-Krankenhäusern erhalten den theoretischen Teil ihrer Ausbildung im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der DRK Krankenhaus GmbH Rheinland-Pfalz am DRK Klinikum Westerwald an den Standorten Hachenburg oder Kirchen. Die Unterrichtsinhalte umfassen insgesamt 2.100 Stunden und vermitteln insbesondere:

  • Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften
  • pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin
  • pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften
  • pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wirtschaft

Das an Modulen und Lernfeldern ausgerichtete Konzept wird von Lehrern der Pflege- und Medizinpädagogik und von Fachdozenten vermittelt.

Der Unterricht findet in modernen und großzügig ausgestatteten Klassen- und Gruppenräumen statt. Ein Internet-Kaffee, eine umfassende Bibliothek mit aktuellen Zeitschriften, ein Übungsraum, Teeküche und Aufenthaltsmöglichkeiten stehen zur Verfügung.

Foto: Ausbildungssituation

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst 2.500 Stunden und beinhaltet Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen, sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Versorgung. Die praktische Ausbildung findet in den DRK Krankenhäusern Altenkirchen, Diez, Hachenburg, Kirchen oder Neuwied statt. Darüber hinaus sieht das Krankenpflegegesetz weitere Einsätze vor, z.B. in den Bereichen Pädiatrie, Psychiatrie, Rehabilitation und Ergotherapie, Betreutes Wohnen, Schmerzklinik, Sozialstation, Dialyse.

Um eine enge Theorie-Praxis-Verknüpfung zu gewährleisten, werden die Auszubildenden während ihres Praxiseinsatzes von ausgebildeten Praxisanleitern und von ihren Klassenleitern betreut.

Einsatzmöglichkeiten nach der Ausbildung

Nach dem staatlichen Examen stehen den Gesundheits- und Krankenpfleger/innen vielfältige Einsatzmöglichkeiten offen, hier einige Beispiele:

  • auf den Pflegestationen der Krankenhäuser und Kliniken
  • in den Funktionsabteilungen und Ambulanzen der Krankenhäuser und Kliniken
  • bei verschiedenen Sozialstationen und häuslichen Pflegediensten
  • in der stationären und ambulanten Altenpflege

Über weitere Möglichkeiten, auch über Auslandseinsätze mit dem Deutschen Roten Kreuz, werden Sie während der Ausbildung informiert.

Karrieremöglichkeiten in der Pflege

Die abgeschlossene Ausbildung zum/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in ist Grundlage und Voraussetzung für die berufliche Weiterbildung, z.B. für Studiengänge der Pflegewissenschaft, des Pflege- oder Sozialmanagement oder der Pflegepädagogik sowie für spezielle Fachweiterbildungen (Intensivmedizin, OP etc.).

Die enge Verbindung zwischen der DRK Krankenhaus GmbH Rheinland-Pfalz und den Schwesternschaften als Ausbildungsträger ermöglicht dem Auszubildenden eine zielgerichtete individuelle Karriereplanung im Anschluss an die Ausbildung.

Foto: Schülergruppe „Daumen hoch“

Sonstiges

Die monatliche Ausbildungsvergütung (Brutto) beträgt zurzeit:

  • 714,69 Euro im ersten Ausbildungsjahr
  • 773,03 Euro im zweiten Ausbildungsjahr
  • 867,01 Euro im dritten Ausbildungsjahr

Unterkunft:
Grundsätzlich bestehen in unseren Personalwohnheimen Wohnmöglichkeiten.

Bewerbungsunterlagen

Ihrer Bewerbung fügen Sie bitte folgende Unterlagen bei:

  • Bewerbungsschreiben
  • tabellarischer, lückenloser Lebenslauf mit Lichtbild
  • das letzte Schul- bzw. Schulabschlusszeugnis
  • Arbeits- und Praktikumzeugnisse sowie Berufsabschlusszeugnisse
  • bei Nicht-Deutschen: Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, beglaubigte Übersetzung sowie Anerkennung der Zeugnisse

Bewerbungszeitpunkt: ca. 12 Monate vor Ausbildungsbeginn

 

BILDUNGSZENTRUM FÜR GESUNDHEITSBERUFE
am DRK Klinikum Westerwald

Theodor-Körner-Straße 10
57627 Hachenburg

Ansprechpartnerin Waltraud Karsten
Leitung Krankenpflegeausbildung

waltraud.karsten(at)drk-kh-hachenburg.de

Tel. (0 26 62) 85- 32 00

 

 

 
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