Die
Neurochirurgie umfasst die Gesamtheit der invasiven diagnostischen
Maßnahmen und operativen Therapieformen
am menschlichen Nervensystem. Ziel ist die Behandlung von
Funktionsstörungen an Nerven, Nervenwurzeln, Rückenmark
und Gehirn sowie die Linderung von chronischen Schmerzen.
Die neurochirurgische Abteilung des DRK Krankenhauses ist
eine Belegabteilung mit 13 Betten. Eingriffe zur Behandlung
degenerativer Lenden- und Halswirbelsäulenleiden stehen
im Vordergrund.
Zeitgemäße Operationstechniken,
wie Lasereingriffe, endoskopische Operationszugänge
und mikrochirurgische Eingriffe, ermöglichen kurzfristige
Krankheitsverläufe und eine frühzeitige Entlassung
der Patienten zur ambulanten oder stationären Rehabilitation.
Vor allem Eingriffe bei Nerveneinklemmungen in Armen und
Beinen können häufig ambulant erfolgen.
Operative
Behandlungen an Nerven im Kopf werden ausschließlich
mikrochirurgisch durchgeführt, neurochirurgische
Operationen im Schädel, an Hirnhäuten und Hirnstrukturen,
z. B. bei Hirntumoren, mit neuronavigatorischen Zieltechniken.
Letzteres ermöglicht besonders genaues Operieren
und schont gesundes und erhaltenswertes Hirngewebe.
Das
operative Spektrum der Abteilung zur Linderung von Schmerzen
reicht von lang anhaltenden Nervenleitungsblockaden
und schmerzausschaltenden Eingriffen im Rückenmark
bis zu "Neuromudalatorischen Eingriffen". Dabei
wird die gewünschte Schmerzlinderung durch elektrische
Reiztechnik, ähnlich dem Herzschrittmacher, oder über
direkte Medikamenteneinwirkung am Rückenmark erreicht.